Mitgliedermanagement im Verband: So stellen Sie sich am besten auf

21. Juli 2022
Von Quentin Aeberli
Kategorie: Arbeit, Stories

Verbände stehen vor der Herausforderung, die Digitalisierung richtig einzusetzen, um die Kommunikation und das Mitgliedermanagement zu verbessern. Dabei steht eine Frage im Mittelpunkt: Welche Systeme sind notwendig, um als Verband optimal aufgestellt zu sein, ohne dabei im Chaos zu enden? Folgender Artikel gibt einen Überblick, welche Plattformen für die Mitglieder ein Verband im Idealfall im Einsatz hat.

Digitale Plattformen für die Verbands-Kommunikation gibt es mittlerweile immer häufiger. Doch weichen deren Ausrichtungen und Schwerpunkte stets ein wenig voneinander ab. So stellt sich in vielen Verbänden die Frage: Welche Systeme oder Softwares sind notwendig, um seine Ziele im Bereich des Mitgliedermanagements zu erreichen?

Plattformen en masse: Aber auf welche Kanäle sollten Verbände wirklich setzen? Bild: Canva

Um diese Frage zu beantworten, sollte man sich vor Augen führen, was die kommunikativen Ziele hinsichtlich des Mitgliedermanagements eines Verbandes überhaupt sind. Betrachtet man dafür verschiedene Leitbilder, stechen folgende Aufgaben heraus:

  • Verbände setzen sich für ihre Branche ein und verbreiten Wissen sowie Neuigkeiten unter den Mitgliedern
  • Verbände vertreten die Interessen der Mitglieder nach Aussen und in die Politik
  • Verbände fördern den Austausch unter den Mitgliedern und stellen wichtige Synergien sicher

Die drei Herausforderungen eines Verbandes

Neben diesen kommunikativen Aufgaben stehen natürlich auch weitere Ziele auf der Agenda eines Verbandes hinsichtlich des Mitglieder-Managements. So ist eine strukturierte Übersicht über die eigenen Mitglieder, damit man weiss, mit wem man es zutun hat, unumgänglich, um als Verband nachhaltig erfolgreich zu sein.

«Es ist wichtig, eine interaktive interne Kommunikation im Verband sicherstellen zu können. Dies ist mit E-Mails und Newslettern schlicht nicht möglich.»

Auch Daniel Heusser, Geschäftsführer des Verbands BodenSchweiz, bestätigt diese Herausforderungen in Bezug auf das Mitglieder-Management: «Damit Mitglieder den Sinn einer Mitgliedschaft sehen, die Vorteile nutzen und einen stärkeren Bezug zum Verband erhalten, ist es wichtig, eine interaktive interne Kommunikation sicherstellen zu können. Dies ist mit E-Mails und Newslettern schlicht nicht möglich.»

Ein Verband sollte wissen, wer seine Mitglieder sind. Bild. pixabay

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass ein Verband hinsichtlich des Mitglieder-Managements vor drei Herausforderungen steht: Ein guter Auftritt nach Aussen für die Interessenvertretung, eine strukturierte Übersicht der Mitglieder sowie ein aktiver Austausch mit und unter den Mitgliedern, um diese langfristig zu binden.

Adaptiert man diese Herausforderungen nun auf die Wahl der richtigen digitalen Plattformen, sollte ein Verband mindestens für jeden dieser drei Bereiche eine passende Lösung bereit haben:

1. Administration der Mitglieder

Eine Mitgliederdatenbank legt die Basis für ein gelungenes Management. Bild. Canva

Die Grundlage für eine professionelle Führung eines Verbandes ist es, überhaupt zu wissen, wer alles Mitglied ist. Eine strukturierte Übersicht der Mitglieder dient dazu, mehr über diese zu erfahren. Von welchen Regionen stammen sie? Welche Demographien weisen sie auf? Anhaltspunkte, die dem Verband helfen, mehr über seine Mitglieder zu erfahren.

So kommt man kaum darum herum, eine Plattform zu lancieren, um die Mitglieder zu administrieren. Am besten eignet sich dafür ein sogenanntes CRM, über welches auch Rechnungen und E-Mails verschickt werden können. Welches CRM das Richtige ist, kommt ebenfalls auf die Grösse und die vorhandenen Ressourcen an.

2. Interessenvertretung nach Aussen

Verschiedene Kanäle können für die Kommunikation nach Aussen genutzt werden – aber welcher ist der richtige? Bild: pixabay

Sei es, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu erhalten oder zur Akquise neuer Mitglieder: Als Verband muss ein anständiger Auftritt gegen Aussen vorhanden sein. So gilt es, einen modernen Webseiten-Auftritt zu gewährleisten, Beiträge in Fachzeitschriften und wichtigen Zeitungen zu publizieren und je nach dem einen Newsletter für interessierte, externe Personen zu versenden. Ob nun die Webseite, die Kommunikation zu den Stakeholdern oder der Newsletter oberste Priorität geniessen soll, hängt von Zielen des Verbandes ab und muss individuell betrachtet werden. Wichtig ist nur, dass man sich nicht zu sehr verzettelt und sich für die effektivsten Massnahmen entscheidet.

Alle diese Massnahmen dienen jedoch dem Hauptfokus, Informationen an die Öffentlichkeit zu bringen (Go-to-Market-Strategie). Die Mitglieder hingegen werden darüber viel zu wenig befähigt, selber zu Wort zu kommen und sich untereinander zu vernetzen. Deshalb kommt hier die Go-To-Community-Strategie zum Tragen (siehe nächster Punkt).

3. Interne Mitglieder-Kommunikation

Die Mitglieder-Kommunikation muss interaktiv sein und die Menschen befähigen, selber aktiv zu werden. Bild: Canva

Der dritte Erfolgsfaktor, die Kommunikation mit und unter den Mitgliedern, stellt viele Verbände vor die grösste Herausforderung. Mails, Telefonate, Briefe, Events, WhatsApp-Chats, interne Newsletter und vieles mehr verunmöglichen oft eine einheitliche Kommunikation. Zudem ist die Kommunikation über solche Kanäle sehr einseitig, wodurch nur wenig von den Mitgliedern zurückkommt.

Das Ziel muss es also sein, einen zentralen Ort zu schaffen, auf welchem alle Informationen zu finden sind und die Mitglieder die Möglichkeit haben, eine Stimme zu erhalten sowie mit anderen Mitgliedern einfach und schnell in Kontakt zu treten. Am effektivsten ist die Einführung einer Community-App, auf welcher das Netzwerk digital zueinander kommt und alles an einem Ort konsumieren und organisieren kann. Im Gegensatz zur Go-to-Market-Strategie spricht man hier wie bereits erwähnt von der sogenannten Go-to-Community-Strategie – der Strategie, wie man mit Mitgliedern umgeht.


Als Entwickler einer Community-App für Verbände und weitere Gemeinschaften steht das beUnity-Team für weitere Informationen zur Verfügung. Gerne beratet Sie das Team in Sachen Mitglieder-Management und hilft Ihnen unverbindlich, den richtigen Weg einzuschlagen.

Quentin Aeberli, Kommunikation beUnity AG

Quentin Aeberli

«Meine damalige Deutschlehrerin würde ihren Augen nicht trauen, wenn sie wüsste, dass ich Blogs schreibe.»
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