Akzeptanz, Engagement und Austausch: Die Vorteile einer aktiven Community

08. Oktober 2021
Von Quentin Aeberli
Kategorie: Stories

Der Begriff «Community Building» ist in vielen Gemeinschaften noch unbekannt. Sie klagen zwar über fehlende Akzeptanz, fehlendes Engagement oder einen fehlenden Austausch unter den Mitgliedern. Doch merken nur wenige, dass diese Probleme durch die Stärkung von Vertrauen, Identifikation und Loyalität gelöst werden können. Der Schlüssel dazu? Kommunikation!

Geht man in Organisationen wie Vereine, Verbände, Siedlungen oder sonstige Gemeinschaften, hört man oft die gleichen Sorgen: «Unsere Mitglieder sind nie zufrieden mit uns.» «Unsere Mitglieder wollen sich nicht engagieren.» Oder: «Unsere Mitglieder reden nicht miteinander.» Das Problem wird meist bei den Mitgliedern gesucht. Nur: Ist dies wirklich der Ursprung des Leids?

In zahlreichen Vereinen, Verbänden, Siedlungen oder Quartieren herrscht Funkstille unter den Mitgliedern.

Klar ist: In jeder Gemeinschaft gibt es Personen, die sich nicht aktiv einbringen möchten. Aber die Realität sieht anders aus. Zahlreiche Menschen wären bereit, sich für eine Gemeinschaft einzusetzen – wenn sie aktiv mit einbezogen werden. Sei es also als Verein, Verband, Siedlung oder sonstige Gemeinschaft: Das Ziel muss es sein, aus den Mitgliedern eine Community zu formen. Die Mitglieder sollen einer Organisation vertrauen, sich mit ihr identifizieren und schlussendlich füreinander da sind, wenn es sie braucht. Diese Komponenten führen zu einer engeren Bindung zwischen Mensch und Organisation – es entsteht eine aktive Community.

Die drei Vorteile einer aktiven Community

Der Weg zu dieser aktiven Community ist ein Prozess, der länger dauern kann. (Erfahre mehr dazu im Artikel «In vier Schritten zu einer aktiven Community».) Doch der Mehrwert des sogenannten «Community Building»-Prozesses ist deutlich. So hat eine Analyse von rund 100 Vereinen, Gemeinden, Siedlungen und weiteren Organisationen gezeigt, dass das Formen einer Community zu folgenden drei Vorteilen führen kann:

Grössere Akzeptanz bei den Mitgliedern
Daumen hoch statt runter: In einer aktiven Community werden Entscheidungen weniger kritisch angesehen.

Wissen deine Mitglieder, was du tust und wieso es dich braucht? Und sind sie zufrieden mit deinen Handlungen? Viele Vereine, Verbände, Genossenschaften etc. müssen sich mehr rechtfertigen als dass sie für ihre Arbeit geschätzt werden. Der geleistete Aufwand wird als selbstverständlich angesehen und die Mitglieder melden sich nur, wenn ihnen etwas nicht passt. Oder noch schlimmer: Sie wissen gar nicht, dass es die Organisation gibt.

Eine intakte Community kann dieses Problem beheben. Durch den Aufbau von Vertrauen und Identifikation fühlen sich die Mitglieder als wichtiger Teil der Organisation. Dies führt dazu, dass die Organisation stark an Akzeptanz gewinnt. Entscheidungen werden weniger kritisch betrachtet, womit auch deren Rechtfertigung wesentlich einfacher fällt.

Mehr Engagement von Seiten der Mitglieder
Fühlen sich die Mitglieder wohl in der Community, kommt das Engagement von alleine.

Hast du Mühe, Helfer:innen zu finden? Vermisst du manchmal das nötige Interesse von Seiten der Mitglieder? Ein allgegenwärtiges Problem, das nicht nur in Organisationen zu finden ist. Doch liegt das Problem selten bei den Mitgliedern. Diese wären oft bereit, ihre Hilfe anzubieten – wenn sie sich mit Ihrer Organisation identifizieren könnten.

Längerfristige Engagements werden zwar durchaus seltener, doch situativ sind Mitglieder für einen Einsatz zu motivieren, wie diese Studie des Gottlieb Duttweiler Instituts aufzeigt. Voraussetzung sei dabei, dass die Personen wissen, wo und wofür sie sich einsetzen könnten. Eine interaktive und einfach zugängliche Kommunikation, wie dies beim Community-Building-Ansatz gehandhabt wird, löst dieses Problem.

Regelmässiger Austausch unter den Mitgliedern
Gemeinsam Ziele erreichen – nur möglich, wenn die Community zusammenhält.

Wie oft musst du die gleichen Fragen beantworten? Wäre nicht alles unkomplizierter, würden sich die Mitglieder bei Fragen untereinander austauschen und sich mit Leuten vernetzen, die das Problem bereits gelöst haben? Neben entstehenden Synergien würde dies auch eine stärkere Daseinsberechtigung der Organisation mit sich bringen. Denn wer ausser ihr kann diesen Austausch gewährleisten? Doch dies ist einfacher gesagt als gemacht.

Es reicht nicht, den Mitgliedern einfach einen Kanal bereitzustellen, auf dem sie miteinander kommunizieren können. Die Mitglieder müssen wissen, dass sie am richtigen Ort sind und sich im Umfeld wohlfühlen. Grundlage dafür ist ein intaktes und loyales Zusammenleben, das durch den Community-Building-Ansatz gewonnen wird. Nur so kann das volle Potenzial entfaltet und Probleme gemeinsam angegangen werden – zusammen clever.

Der Schlüssel: Kommunikation

Sei es die Akzeptanz, das Engagement oder der Austausch, der fehlt – die Ursache dafür liegt oft in der fehlenden Bindung der einzelnen Mitglieder. Wer eine oder mehrere der genannten Punkte verbessern möchte, muss das Thema an der Wurzel packen und damit beginnen, Community Building zu betreiben. Der Schlüssel dazu liegt in der Kommunikation.

Die vier Schritte zu einer aktiven Community.

Das White Paper «Community Building in Organisationen» geht vertiefter auf die Materie ein und zeigt auf, wie du deine Mitglieder aktivieren kannst und welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen. Trage dich in der folgenden Liste ein, damit du benachrichtigt wirst, sobald das komplette White Paper online ist (Oktober 21, für Organisationen kostenlos):

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Inhalt

  • Einleitung ins ganze Thema
  • Die Vorteile einer aktiven Community
  • Detaillierte Erklärung der vier Community-Building-Komponenten
  • Voraussetzungen, welche Organisationen mit sich bringen müssen
Quentin Aeberli, Kommunikation beUnity AG

Quentin Aeberli

«Meine damalige Deutschlehrerin würde ihren Augen nicht trauen, wenn sie wüsste, dass ich Blogs schreibe.»
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