community building

Mit diesen 4 Schritten formst du aus deinen Mitgliedern eine aktive Community

02. September 2021
Von Quentin Aeberli
Kategorie: Stories

Organisationen wie Vereine, Verbände, Genossenschaften etc. kämpfen damit, ihre Mitglieder zu aktivieren und langfristig zu binden. Die vier Schritte des Community-Building-Frameworks helfen dabei, die eigene Identität zu stärken und damit die Verankerung der Mitglieder zu festigen.

Mitgliederschwund, mangelndes Engagement oder fehlende Akzeptanz: Die Probleme in Vereinen, Verbänden, Genossenschaften oder weiteren Organisationen sind vielerorts gleich. So auch die Ursache: Während viel Zeit dafür aufgewendet wird, um neue Mitglieder zu gewinnen, fehlt oft die Investition in die bestehenden Mitglieder. Dies ist ein grosses Problem, wenn man bedenkt, dass die Akquise neuer Mitglieder deutlich mehr Zeit beansprucht, als bestehende zu behalten. Deshalb sollte ein Umdenken stattfinden. Das oberste Ziel muss es sein, die Mitglieder mit dem Community-Building-Ansatz zu aktivieren und damit zu binden.

Hast du den ersten Teil der Serie «Community Building in Organisationen» verpasst? Über diesen Link gelangst du zur Einführung ins ganze Thema.

Der Weg zu einer nachhaltigen Community ist ein Prozess, der länger dauern kann. Die folgende Grafik zeigt auf, welche Schritte vorgenommen werden müssen, um die Mitglieder langfristig an die Organisation zu binden:

Community Building Pyramide
Die Community-Building-Pyramide zeigt die vier Schritte, um aus den Mitgliedern eine aktive und nachhaltige Community zu formen.
Bild in neuem Tab öffnen

Doch was heisst es, Vertrauen aufzubauen? Wie definiert man Identifikation und Loyalität? Und was sind die Grundlagen einer interaktiven Kommunikation? Expertinnen und Experten von beUnity und der Karrierebibel klären auf:

1. Von der Information zur Interaktion

In den vergangenen Jahren haben bereits verschiedene Organisationen damit begonnen, ihre Informationen auch digital zur Verfügung zu stellen. Doch reicht ein digitaler Informationskanal nicht aus. Wer die Verankerung wieder aufleben lassen möchte, muss einen Schritt weitergehen, als nur das bestehende Angebot online anzubieten. Die Mitglieder müssen aktiv und unkompliziert am Geschehen teilnehmen und sich einbringen können.

Zusammen clever
Zusammen clever!

Es braucht also einen Ort der Interaktion, auf dem echte Kontakte mit und vor allem unter den Menschen niederschwellig geknüpft werden können. Es braucht eine Art privates Social Media, womit das Vertrauen, die Identifikation und die Loyalität wieder aufleben kann. Es braucht einen «Digitalen Treffpunkt».

2. Vertrauen aufbauen

Ist ein Kanal der Interaktion gegeben, kann in einem ersten Schritt das Vertrauen aufgebaut werden. Laut Definition ist Vertrauen «die subjektive Überzeugung von der Redlichkeit einer anderen Person». Wer vertraut, glaubt, dass die Aussagen oder Handlungen des anderen wahr und aufrichtig sind. Ohne dieses Vertrauen funktioniert keine Gesellschaft. Es ist die Basis, die Beziehungen erst ermöglicht. Vertrauen kann man jedoch nicht befehlen, es wird gegeben. Und dafür benötigt es eine interaktive, regelmässige und offene Kommunikation.

Das Ziel muss es sein, dass die Mitglieder auch einsteigen, wenn alles Kopf steht.
Das Ziel muss es sein, dass die Mitglieder auch einsteigen, wenn alles Kopf steht.

Einfach gesagt heisst Vertrauen also, sich auf jemanden verlassen zu können. Es gibt einem das Gefühl, am richtigen Ort zu sein und zu wissen, dass sein Gegenüber das Richtige tut. Vertrauen ist somit ein grundlegender Bestandteil, wenn man aus den Mitgliedern eine Community formen möchte. Wenn sich ein Mitglied auf die Organisation verlassen kann, ist es gerne Teil davon und möchte nicht so schnell wieder gehen.

3. Identifikation stiften

Identifikation heisst nicht bloss, dass jemand mit der Organisation zufrieden ist. Identifikation geht weiter. Dabei erleben Mitglieder sich selbst als wirklichen Teil der Gemeinschaft. Die Mitgliedschaft geht über eine reine Zwecks-Beziehung hinaus. Es entsteht ein Wir-Gefühl, ein tiefer Zusammenhalt und eine enge Bindung an die Organisation. Besonders wichtig ist dabei, dass die Mitglieder die Ziele der Organisation übernehmen. Die Ziele werden nicht nur mitgetragen, sondern zu eigenen Zielen gemacht, an deren Erreichung mit Engagement und Begeisterung mitgeholfen wird.

Identifikation in ihrer reinsten Ausführung.
Identifikation in ihrer reinsten Ausführung.

Redet man von Identifikation, geht es also um Zusammengehörigkeit. Denn Identifikation gibt Menschen das Gefühl, dazuzugehören, wahrgenommen zu werden und ein wichtiger Teil im ganzen Konstrukt zu spielen. Dieses Zugehörigkeitsgefühl ist ein entscheidender Faktor, möchte man Mitglieder aktivieren und sie langfristig an die Organisation binden.

4. Loyalität erzeugen

Last but not least geht es in einer Community um die Loyalität unter den Mitgliedern selbst.  Loyalität zeigt sich immer dann, wenn wir jemandem zur Seite stehen und zwar freiwillig, weil wir uns selbst dazu entschieden haben, da wir uns mit den Werten und Ansichten einer Person, einer Gruppe oder eben auch einer Organisation identifizieren, diese teilen und gemeinsam dafür einstehen wollen.

So kommen die Mitglieder künftig angelaufen, wenn Hilfe benötigt wird.
So kommen die Mitglieder künftig angelaufen, wenn Hilfe benötigt wird.

Loyalität beschreibt eine innere Verbundenheit gegenüber einer Person, Gruppe oder Gemeinschaft, welche auf gemeinsamen Interessen basiert. Sie ist damit Ausdruck dafür, worum es im Community Building geht: Gemeinsame Interessen ausleben und Ziele gemeinsam erreichen.

Die Vorteile einer aktiven Community

Der Weg zu einer aktiven Community mag nach Aufwand klingen. Doch das Resultat davon rechtfertigt jede aufgewendete Ressource. Denn ist die Bindung zu den Mitgliedern erst einmal hergestellt, beginnt sich das Investment auszubezahlen. Sie führt dazu, dass die Akzeptanz, das Engagement und der Austausch unter den Mitgliedern wieder zu nehmen und der Zusammenhalt und das Zusammenleben gestärkt werden.

Das White Paper «Community Building in Organisationen» geht vertiefter auf den Mehrwert ein und zeigt auf, welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen. Trage dich in der folgenden Liste ein, damit du benachrichtigt wirst, sobald das komplette White Paper online ist (ab Oktober 21, für Organisationen kostenlos).

Inhalt

  • Einleitung ins ganze Thema
  • Detaillierte Erklärung der vier Community-Building-Komponenten
  • Die Vorteile einer aktiven Community
  • Voraussetzungen, welche Organisationen mit sich bringen müssen
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Quentin Aeberli, Kommunikation beUnity AG

Quentin Aeberli

«Meine damalige Deutschlehrerin würde ihren Augen nicht trauen, wenn sie wüsste, dass ich Blogs schreibe.»
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